Das Mansfelder Oratorium

Das MANSFELDER ORATORIUM

Plattencover
Mansfelder Oratorium

Für die Feierlichkeiten ,“750 Jahre Kupferschieferbergbau" hatte das Festkomitee beschlossen, eine Kantate aufzuführen; der Name war schnell gefunden, nämlich „Mansfelder Oratorium". Schwieriger gestaltete sich die Suche nach kompetenten Künstlern, die ein solches Werk zu schaffen in der Lage waren. Letztlich waren es Stephan Hermlin (Text) und Ernst Hermann Meyer (Musik), die diese Aufgabe übernahmen.


 


                                                                                 Dr. Ernst Hermann Meyer (links) und Stephan Hermlin (rechts)
                                                                                (Foto MansfeldBand IV)

Das Vorwort von Stephan Hermlin zur Textausgabe (der vollständige Text des MANSFELDER ORATORIUM ist hier als pdf-Datei hinterlegt) beschreibt den Handlungsrahmen des musikalischen Auftragswerkes:


Vorwort zur Textausgabe

In der Chronik des Mansfeld Kombinates heißt es: „Am Donnerstag, den 31. August 1950 fand in Eisleben die Hauptprobe statt und am 1. September die Generalprobe in Hettstedt. Am Sonnabend, dem 2. September um 20.00 Uhr erfolgte die Uraufführung im Karl-Marx-Park der Lutherstadt Eisleben unter der Leitung des 1. Chordirigenten des Berliner Rundfunkchores Adolf-Fritz Guhl, der den erkrankten Helmut Koch ersetzte.

Die Uraufführung war ein großartiger Erfolg. Es war ein eindrucksvolles Bild, als die Mitglieder der Mansfelder Chöre in der einheitlichen Chorkleidung, die Damen im dunklen Rock und weißer Bluse und die Herren im dunklen Anzug, auf der Bühne standen umrahmt von den in lilafarbenen Kostümen gekleideten Mitgliedern des Berliner Rundfunkchores.

Es war nicht nur für das Mansfelder Revier ein großes Ereignis, auch die Fachwelt und Medienkreise sprachen mit Hochachtung von diesem Werk. Man befand, das Mansfelder Oratorium war ein kultureller Durchbruch und sei ein musikalisches Zeitdokument der Kulturgeschichte. Das Oratorium fand begeisterte Aufnahme bei ihrer Hörerschaft und wurde bei den regionalen Aufführungen in Hettstedt, Eisleben und Sangerhausen von zirka 15.000 Gästen besucht.

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