• Verhüttung

Verhüttung (13)

 

Am polymetallisch vererzten Kupferschiefer haben Generationen von Hüttenleuten gerungen, seine geringen Metallinhalte auszugewinnen und maximal zu nutzen, oftmals dabei Pionierarbeit leistend, als andernorts noch Reste mittelalterlicher Alchimie die Vorstellungswelt beherrschten. Insgesamt hat der Kupferschiefer 20 Elemente in technisch verwendbarer oder in für eine Weiterverarbeitung hoch angereicherter Form hergegeben. Hier zu finden sind einige Informationen zu den dabei im Mansfeldschen angewendeten Verhüttungstechnologien.

Der von H. Rost verfasste Beitrag "Die Mansfelder Hüttentechnologie im Spiegel der Jahrhunderte" schildert anschaulich, auch mit Blick auf die Frühzeit, wie sich die Verarbeitungsprozesse im Verlauf der Zeit weiterentwickelt haben.

Eine ausführliche Darstellung des Mansfelder Hüttenwesens, der Entwicklung von Technik und Technologie der Erzverarbeitung im Verlauf von 800 Jahren ist in der von unseren Vereinsmitgliedern verfassten und gemeinsam mit dem Bergbaumuseum Bochum veröffentlichten Buchreihe "MANSFELD Die Geschichte des Berg- und Hüttenwesens" - Band I zu finden. Zu dem entsprechenden Kapitel III  im PDF-Format führt nachstehender Link:


Vereinfachte Darstellung der Entwicklung der Technologie zur Kupfergewinnung im Mansfelder Revier von den Anfängen bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts.



Flussbild der Verarbeitung des Mansfelder Kupferschiefers - Zusammenhang der Teilprozesse und wesentliche Endprodukte



Der Bessemerprozess



Flussbild des Schachtofenprozesses und Schachtofenmodell (20. Jahrhundert)



Schematische Darstellung der Technologie der Rheniumgewinnung (nach 1950)



Flussbild der Erzeugung von Zinkvitriol (nach 1950)



Grundlage dieses Beitrages ist der von Dipl.-Ing. Henning Rost anlässlich des 19. Internationalen Bergbau & Montanhistorik-Workshops am 28.9.2016 in Sangerhausen / Wettelrode gehaltene Vortrag „Das Mansfelder Hüttenwesen im Spiegel der Jahrhunderte“. Der Artikel stellt das Wesen und die Vielfalt der Probleme und Ihrer Lösungen in der Geschichte der Verhüttung des Mansfelder Kupferschiefers bis zur Gegenwart dar. Er erlaubt einen Einblick in die Entwicklung von metallurgischen Prozessen aus wirtschaftlicher und technischer Sicht. Ebenso betrachtet wird, welche Kenntnisse und Aggregate zum jeweiligen Zeitpunkt zur Verfügung standen und was die Hüttenleute zu Neuentwicklungen angetrieben hat. Mit dem prozessorientierten Herangehen an die Problematik erschließt sich das Verständnis der Geschichte des Mansfeldischen Hüttenwesens wesentlich besser, als das mit einer auf Standorte orientierten Betrachtung möglich wäre.



Technologisches Schema der Gewinnung von Wertkomponenten aus dem in der Kupferelektrolyse anfallenden Anodenschlamm (2. Hälfte des 20. Jahrhunderts)



Schematische Darstellung der Gewinnung von Farbzinkoxid aus dem Schwelgut des Wälzofens (ab 30er Jahre des 20. Jahrhunderts)



Das im Bessemerprozess erzeugte Schwarzkupfer wird einem Raffinationsprozess unterzogen und in der anschließenden Elektrolyse in hochreines Kupfer umgewandelt.



Verarbeitungsprozess des Schachtofenflugstaubes der Rohütten (schematische Darstellung des Prozesses etwa ab 30er Jahre des 20. Jahrhunderts)



Vereinfachtes Schema des Weges vom Erz bis zum Elektrolytkupfer mit den wesentlichen Verarbeitungsstufen, Haupt- und Nebenprodukten sowie wichtigen Wertkomponenten, die im Verarbeitungsprozess anfielen. (2. Hälfte des 20. Jahrhunderts)



Schematische Darstellung der Möllervorbereitung Mitte des 20. Jahrhunderts