• Hütten des 19. und 20. Jahrhunderts

Hütten des 19. und 20. Jahrhunderts

Spuren zu Orten der Erzverarbeitung, die in der Anfangsphase in der Regel in unmittelbarer Nähe der Grube erfolgte, finden Sie in unserer Aufstellung nicht. Mit dem Vordringen in größere Tiefen rückten die Schächte weiter auseinander und ihre Förderleistung stieg. Die Hütten mussten leistungsstärker werden und folgten ebenfalls einem Konzentrationsprozess zu weniger Standorten hin.
Die Kategorie HISTORISCHEN HÜTTEN beschreibt  Stätten, an denen beginnend etwa mit dem 16. Jahrhundert das Kupfer erschmolzen wurde. Von vielen dieser Hütten sind heute nur noch die Schlackenhalden und wenige bauliche Reste zu finden.  
Einige Standorte aus dieser Frühzeit wurden im Zuge des Konzentrationsprozesses weiterentwickelt, erweitert und um neue Technologien bereichert neben den beiden Mansfelder Großhütten bis in das 20. Jahrhundert hinein betrieben als die –

Kochhütte

 

HÜTTEN DES 19. UND 20. JAHRHUNDERTS.

Der Artikel "Die Mansfelder Hüttentechnologie im Spiegel der Jahrhunderte" vermittelt einen Überblick über diese Entwicklung von den Anfängen bis in die Neuzeit.

 

 

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Mit der Inbetriebnahme der ersten Tiefbau-Großförderanlagen für die Förderung des Mansfelder Kupferschiefererzes in der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchsen die Erzmengen deutlich an. So wurde die Errichtung neuer Hüttenkapazitäten notwendig. Die Kochhütte bei Helbra nahm im Oktober 1880, zehn Jahre nach der Krughütte bei Eisleben, als zweite Großhütte ihren Betrieb auf. Sie stellte im September 1990 ihre Produktion ein.



Die Hütte ist 1695 als Rohhütte bei Hettstedt entstanden. Die Verhüttung von Erz und  die Verarbeitung von Zwischenprodukten des Verhüttungsprozesses sind eingestellt. Kleine Betriebsbereiche, die mit dem Gießen von Vormaterial zur Herstellung von Halbzeug aus Kupfer beschäftigt sind, existieren noch heute. 



Mit der Inbetriebnahme der ersten Tiefbau-Großförderanlagen für die Förderung des Mansfelder Kupferschiefererzes in der Mitte des 19. Jahrhunderts wuchsen die Erzmengen deutlich an. So wurde die Errichtung neuer Hüttenkapazitäten notwendig. Die Krughütte bei Eisleben war die erste dieser Großhütten. Sie ging am 25. April 1870 in Betrieb. Die Hütte wurde 1972 still gelegt.



Die Hütte entstand 1723 auf dem Gelände der ehemaligen Kupferkammerhütte bei Hettstedt. Bis zur Stillegung im Jahre 1978 wurden hier neben Blei auch Zinksulfat und Vorprodukte zu Gewinnung von Spurenmetallen, wie Rhenium und Germanium, erzeugt.